Genereller Forschungsbedarf


Prof. Dr.-Ing. Jens Wulfsberg, Laboratorium Fertigungstechnik, Universität der Bundeswehr Hamburg

Abbildung 1 zeigt prinzipiell die Bereiche, in denen ein Forschungsbedarf für die Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren für den Mikromaschinenbau besteht. Man erkennt, daß für die Herstellung von Mikroteilen die Verfahren der Mikroelektronik verwendet werden können. Diese Verfahren besitzen eine sehr hohe Auflösung und können Strukturen im Mikrometerbereich herstellen. Nachteil ist jedoch, das sie nur planar arbeiten, ein eingeschränktes Werkstoffspektrum verarbeiten können und überwiegend für die wirtschaftliche Fertigung großer Stückzahlen geeignet sind.


Bild 1

Auf der anderen Seite finden sich die Verfahren nach DIN 8580, die in der Lage sind 3-dimensionale Bauteile herzustellen, deren Auflösungsvermögen und Genauigkeit allerdings eingeschränkt sind und für Bauteile im Bereich von ca. 1mm Größe geeignet sind.

Zwischen den planar arbeitenden Verfahren der Mikrosystemtechnik und den Verfahren der konventionellen Fertigung befindet sich ein Bereich mit erhöhtem Forschungsbedarf. Die hier eingesetzten Verfahren sollen für die Herstellung, das Montieren und das Fügen von Teilen zwischen 0,05mm und 1mm geeignet sein.

Bei der Qualifizierung derartiger Verfahren müssen Größeneffekte, die bei den konventionellen Fertigungsverfahren nicht in Erscheinung treten, ermittelt und berücksichtigt werden. Beispiele für Größeneffekte zeigt das Bild 2.

In weiteren hier dargestellten Forschungsarbeiten wird auf einzelne der o.g. Aspekte eingegangen.


© Laboratorium Fertigungstechnik, Universität der Bundeswehr Hamburg

Bild 2